Abschied in der Schule

Hallo ihr Lieben,

nachdem ich mehrfach angesprochen wurde, nun nach laaaaaanger Pause doch noch ein bzw. zwei neue Einträge. Diesen jetzt hatte ich bereits in Südafrika geschrieben, jedoch nie hochgeladen. Aber nun der Nachtrag vom 26.08.2016

.Hallo ihr Lieben,

die letzten Tage waren sehr ereignisreich und emotional.

img-20160825-wa0034Gestern haben unsere Kollegen und die Schüler eine Farewell Assembly uns zu Ehren unter dem Motto: „Great days that live in our memories make us who we are“ organisiert. Aufgrund Lara´s früherer Abreise wurde diese vorzeitig abgehalten. Es war ein komisches Gefühl, da ich ja noch zwei Wochen in der Schule vor mir habe. Mit einer ganzen Assembly nur für uns hatten wir auch überhaupt nicht gerechnet. Neben Powerpoint Präsentation, Schauspiel von Schülern und Abschiedsvideo wurden Lara und ich beide einzeln von unserem „Mentor“ verabschiedet. Für mich hielt Rizel eine kleine interaktive Rede, schon sehr rührend. Dann kam jedoch der HOD der Junior Side, Michelle, bereits weinend vor und verabschiedete uns. Zu allem Überfluss, nein es war ja noch nicht emotional genug, übergaben uns zwei Erstklässler Geschenke. Mir überreichte einer meiner engsten Schützlinge mit Tränen in den Augen die Geschenktüte. img-20160826-wa0023Als ich dann den Blick über die anderen Schüler wandern ließ, war es auch bei mir ganz vorbei. So viele Schüler saßen mit Tränen in den Augen auf ihren Plätzen! Nachdem uns dann auch die neue Schulleitung mit herzlichen Worten bedachte, stürmten die Schüler auf uns zu. Eine Umarmung folgte der anderen. Selbst Schüler, mit denen ich zwar am Anfang meines Jahres viel zu tun hatte, jetzt am Ende jedoch kaum, kamen weinend für eine lange Umarmung. Ein unbeschreibliches Gefühl doch so geschätzt zu werden und bei mehr Kindern als erwartet etwas bewegt zu haben. Auch das zahlreiche Feedback der Kollegen, besonders natürlich meiner LSU Kollegen, war berührend und wird mich immer begleiten. Schon jetzt, auch wenn ich noch zwei Wochen in der Schule habe, bin ich mir gewiss, alle so sehr zu vermissen. Jetzt genieße ich diese Zeit aber noch und sauge jeden Moment in mir auf. Dann heißt es auch für mich endgültig Abschied nehmen.img-20160825-wa0036

 

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Kollegen und neue Freunde

Hallo ihr Lieben,

es ist einfach unglaublich. Nur noch zwei Wochen und ich sitze am Flughafen und warte auf meinen Flieger in die Heimat. Irre!

Während meiner letzten Wochen hier hat sich innerhalb meines Privatlebens doch noch einmal was verändert. Kollegen, die man zwar kannte aber distanziert wahrnahm, wurden plötzlich wahre Freunde. So viel lachen wir zusammen und wir können gar nicht aufhören die Zeit zu genießen.  So schade ist es da also dass es in zwei Wochen goodbye heißt. Immer wieder lerne ich hier neue Leute kennen, einer interessanter und liebevoller als der andere. Je näher die Abreise kommt, desto bewusster werde ich mir, was ich hier aufgebaut habe. Eine zweite Heimat, die mich so sehr geprägt und wachsen lassen hat. Freunde, die einem hoffentlich auch über mehrere Kontinente hinweg bleiben. Heute heißt es also zum letzten oder vorletzten Mal in Schale schmeißen und auf ins Nachtleben von Johannesburg, das es mit Freunden zu genießen gilt.

Bis ganz bald,

eure Judith

Nach den Ferien

Hallo,

die ersten Schulwochen nach den Ferien sind wieder einmal sehr hektisch und chaotisch verlaufen. Neben den Kindern, die sich wieder an einen Schulalltag gewöhnen mussten, standen recht viele Aktivitäten auf dem Programm. So auch der Fun Day am 04.08.2016.

Nachdem in dieser Woche bereits ein Schlafanzugtag den Schulalltag lustiger gestaltete, hieß es nun alle Foundation School Kinder in Busse verfrachten und zu einer Johannesburger Mainstream School bringen. Bereits im Bus hatten wir viel Spaß mit den Kindern, 39 Schüler wollten von Lara und mir betreut, bespaßt und beachtete werden. An der anderen Schule angekommen, hieß es dann einen bestmöglichen Auftritt hinlegen und alle Kinder mit farbigen Cappies ausgestattet zu ihren Stationen begleiten. Puhh das war also geschafft! Dann hatten wir erstmal nicht viel zu tun. Naja so sollte es zumindest sein. Der Fun Day wurde von den Abiturienten der Schule durchgeführt, Jugendliche die von Kindern mit special needs mehr oder eher weniger Ahnung hatten. Nach keinen 5 Minuten kam der erste Abiturient hilflos fragend, wieso das eine Mädchen weine. Meine Antwort, sie sei autistisch und können demnach die vielen Menschen nur schwer verarbeiten, wurde mit einem fragenden Blick erwidert. Der bemühte Schüler konnte mit „austistisch“ nichts anfangen, sodass ich wiederum erklärte und ihm Hilfen für den Umgang mit diesem Mädchen an die Hand gab. So und so ähnlich gestaltete sich nun der Tag, bis alle Kinder mit vor Freude strahlenden Augen tanzten und wir total erschöpft wieder im Bus saßen.

Zurück in der Schule galt es noch ca. 2 Stunden zu überbrücken bevor die Schule endete. Therapie konnte ich mit diesen Kindern sowieso nicht mehr machen, sodass ich Zeit in der ersten Klasse verbrachte. Kurzerhand wurde ich als Kundin eines Frisörsalons in den Salon gelotst und 6 kleine Mädchen verpassten mir einen „neuen“ Look. Total erschöpft ging es dann am Ende diesen spannenden und lustigen Tages in den wohlverdienten Feierabend.

Wie ihr im nebenstehenden Countdown seht, laufen meine restlichen Tage hier in Johannesburg schnell. In nun mehr drei Wochen heißt es Abschied nehmen und in den Flieger richtung Heimat steigen. Gemischte Gefühle begleiten mich also in meinem Alltag.

Bis dann ihr Lieben!

Gedanken

Viele Gedanken gehen mir in der letzten Zeit durch den Kopf. Mit jedem verstrichenen Tag hier in Johannesburg, freue ich mich mehr und mehr auf zuhause. Mit jedem verstrichenen Tag wird jedoch auch das Bewusstsein, alles hier Liebgewonnene zurückzulassen.  Meine Gedanken scheinen nicht zur Ruhe zu kommen, sondern sich stetig zwischen Heimat und Heimkommen und Abschied und Abschiednehmen zu bewegen.

Erst letztes Wochenende haben meine Projektpartnerin Lara und ich uns lange und intensiv über genau diesen „Zwischenzustand“ unterhalten. Ein großer Trotz, dass es ihr scheinbar genauso geht. Mich hatte eine Bekannte, die ich bislang nur sporadisch auf Feiern getroffen hatte, gefragt ob wir nicht mehr zusammen unternehmen wollen. Meine ersten Gedanken en „Sofort! Klar! Super!“. Dann bäumte sich jedoch irgendetwas in mir auf, dass mich genau davon abhielt. Irgendwann wurde mir klar wieso. Ich scheine innerlich nach und nach die Zelte abzubrechen und keine neuen Freundschaften mehr entstehen lassen zu wollen. Der näher kommende Abschied scheint meinem Unterbewusstsein schon allzu präsent zu sein.

Ich breche also langsam aber sicher meine Zelte hier ab, wappne mich für den Abschied, wappne mich für das Heimkommen. Ein schönes und geborgenes, zeitgleich irritierendes und angsteinflößendes Gefühl. Noch sind es 5 Wochen, bis ich in den Flieger steige und einen Tag später alles was meine Gedanken gerade so beschäftigt durchlebt habe und das Heimkommen noch erlebe. Es wird eine spannende Zeit bleiben.

Bis dann, eure nachdenkliche Judith

Winterurlaub

Hallo ihr Lieben,
heute möchte ich euch von meinem letzten Urlaub meines Freiwilligenjahres hier in Südafrika berichten. Da vom 24.06. – 17.07. Schulferien waren, hatte ich erneut das Glück eine längere Zeit reisen zu können. Zusammen mit Leonie, Ines und Vincent, alles Mitfreiwillige aus Kapstadt, reiste wird vom 26.6. – 13.07. durchs schöne Südafrika.

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Die reisewütrige Meute

Am 26.06. hieß es für mich also Tasche gepackt und auf zum Flughafen. Dank der sehr schwierigen Situation der Taxi- und Uberfahrer zurzeit, weigerte mein Uberfahrer sich, mich zur Parkstation in Johannesburg zu fahren, wo ich den Gautrain zum Flughafen nehmen wollte. Mein Fahrer weigerte sich nun aber zu meinem gewünschten Zielort zu fahren und beschloss einfach vor meinem Haus stehen zu bleiben. Nach ca. 15 Minuten Diskussion, gab ich als geändertes Ziel dann eine andere Gautrainstation an, die jedoch einiges weiter weg von meinem Zuhause ist. Endlich dort angekommen, hatte ich dank des Fahrers meinen Zug verpasst und musste nun eine halbe Stunde auf den nächsten warten. Dem aber nicht genug. Um mit dem Gautrain von dieser Station zum Flughafen zu gelangen, muss man einmal umsteigen. Ausgerechnet bei diesem Zug um diese Uhrzeit, gab es keinen direkten Anschluss, sodass ich erneut eine halbe Stunde warten musste. Endlich am Flughafen angekommen (mit nun etwas 1,5 Stunden Verspätung), dachte ich bereits meinen Flug zu verpassen. Mein Glück war es nun, dass ich bereits online eingecheckt habe und die Damen am Schalter mir erlaubten mein eigentlich aufzugebenes Gepäck direkt mit ins Flugzeug zunehmen und dort abzugeben. So kam ich dann total abgehetzt und verschwitzt ca. 10 Minuten vor Abflug am Flugzeug an. Ein hektischer Start in den Urlaub also.

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Der Reife ist wohl mehr als nur platt.

Am Flughafen in East London angekommen, traf ich mich mit meinen Mitreisenden und wir holten das gebuchte Auto ab. Ein kleines Upgrade gab es gleich zu, sodass wir wenig später mit einer größeren Fahrzeugklasse in Richtig Kei Mouth fuhren. Hier stoppten wir im Peas on Earth Backpacker, einem sehr ursprünglich und etwas alternativem Backpacker, indem man mit den Besitzern in einem Haus lebt. Ein schöner Ort zum Ankommen und Runterkommen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter an die Wild Coast, genauer nach Bulungula. Der Weg führte uns über ca. 2 Stunden unbefestigte Schotterstraße. Unser Reifen hat das leider nicht so gut verkraftet, sodass wir mitten im Nirgendwo den Reifen wechseln mussten. Einfach göttlich und unbeschreibbar, ein Ort zum tief durchatmen. Ich lasse die Bilder hier einfach mal für sprechen.

Nach drei Nächten im Bulungula ging es für uns weiter nach Umzumbe, in der Nähe von Port Shepstone. Hier wohnten wir in einem Party Backpacker, das im Dschungel-Style daher kommt. Den Tag verbrachten wir im nahegelegenen Lake Eland Park, indem wir eine gigantische Zipline machten. Genau genommen waren es 14 verschiedenen Ziplines, davon die längst knapp 700 Meter lang, 300 Meter hoch überm Boden und mit einer Geschwindigkeit von bis zum 100/120 Km/h. Es war ein super Tag und ein tolles Erlebnis.

Zwei Nächte verbrachten wir hier, bevor unser Weg in die Drakensberge führte. Hier trafen wir auf Johanna, die uns den restlichen Weg begleitete. Nach den Drakensbergen musste der Vincent uns nämlich leider verlassen und zurück nach Kapstadt. In den Drakensbergen verbrachten wir 2 Nächte, mit eisigen Temperaturen. Auf dem Berg mit den Tugela Falls, lag sogar etwas Schnee und Eis.

Nachdem wir uns von Vincent verabschiedet hatten, führte uns unser Weg nach St. Lucia. Aus ursprünglich zwei Nächten wurden drei und wir verbrachten die Tage mit viel lesen, am Pool liegen und zur Ruhe kommen. Einen Tag machten wir noch eine Sunset-Hippo-Tour. Wem das gerade bekannt vorkommt, ja ich war im Oktober schon einmal dort. Nachdem wir also so richtig entspannt wieder ins Auto stiegen, hieß es die Grenze nach Swaziland passieren. Dieses ging nicht so einfach wie ich es aus Europa gewohnt bin. Das Ganze dauerte ca. 30 Minuten: An der südafrikanischen Grenze ein Formular ausfüllen, in den Reisepass einen Ausreisestempel bekommen, mit dem Auto 100 Meter weiter zur Swazi-Seite fahren, dort wieder Formulare ausfüllen, einen Einreisestempel bekommen, Geld bezahlen, mit dem Auto in den Check-Point fahren, Auto kontrollieren lassen und Pässe nochmals vorzeigen. Dann endlich waren wir in Swaziland angekommen. Eine Erfahrung, die mir zeigte, wie glücklich wir uns in der EU schätzen können, einfach von einem Land ins andere fahren zu können. Ich bin jedenfalls froh sie gemacht zu haben 😉

In Swaziland wohnten wir in einem super schönen Backpacker, dass mehr eine Ferienwohnung mit sozialer Anbindung ist. Wir haben super nette Leute kennengelernt und hatten viel Spaß. An einem Tag haben Leonie und ich uns entschieden eine Quadbike-Tour zu machen. Es war unglaublich spaßig, auch wenn wir danach aussahen wie die Schweine. Unser Guide führte uns nach einer kurzen Übungsrunde zu einem privaten Waldstück, wo es auf und ab ging, über Wurzel und durch Büsche. Lange hatte ich auf diese Chance gewartet und es hat sich mehr als gelohnt.

Nachdem wir Swaziland auf die gleiche umständliche Weise wieder verlassen hatten, führte unsere Reise uns nach Graskop in Mpumalanga. Hier verbrachten wir einige Tage um Pilgrims Rest und den Blyde River Canyon zu besuchen. Besonders der Blyde River Canyon samt God´s Window waren sehenswert. Nach einer weiteren Nacht in Pretoria hieß es am 13.7. dann hallo Johannesburg, leider aber auch goodbye zu Leonie und Johanna. Ines leistete mir noch bis zu dem Samstag in Johannesburg Gesellschaft.

Es ging also wieder ein Urlaub zu Ende, in dem ich viel erleben durfte und eine wunderbare Zeit verbrachte. Es sollte mein letzter Urlaub während meines Freiwilligendienstes hier in Johannesburg sein.

Allen ein schönes Restwochenende und den Paderbornern viele schöne Libori-Stunden. Bis bald.

Zeit

Molweni (Hallo auf Xhosa),
seit Mittwoch bin ich wieder zurück in Johannesburg und durfte in meinem Urlaub wieder allerlei erleben. Dazu erzähle ich euch aber in meinem nächsten Blogeintrag mehr. Heute soll es um den Timer, der auf linken Seite meines Blogs unaufhaltbar läuft und die Tage bis zu meiner Rückkehr nach Deutschland zählt. Heute zeigt er noch 54 Tage bis zur Rückkehr an.

Wie geht es mir dabei, wenn ich die 54 sehe und weiß, dass meine Zeit in Johannesburg bzw. in Südafrika allgemein bald vorbei ist? Es ist ein komisches Gefühl, teilweise gut, teilweise schlecht. Als ich am Mittwoch aus Richtung Pretoria nach Johannesburg kam, fühlte es sich an wie heimkommen. Ein schönes, zugleich aber auch angsteinflößendes Gefühl. Ich habe mich sehr gefreut wieder in „meinem Johannesbrug“ zu sein und meinen Alltag hier wieder aufnehmen zu können. Irre wie Kleinigkeiten einem das Gefühl des Heimkommens vermitteln. Bei Kleinigkeiten denke ich besonders an das eigene Bett, das eigene Zimmer oder die Freiheit zu machen, was und wann man will. Okay gar keinen so kleinen Kleinigkeiten. Es sind aber auch Dinge wie der Hund der einen freudig begrüßt, das eigene Auto, das im Gate steht, sich in den Straßen und der Umgebung auszukennen und genau zu wissen was wo ist und wie man was erreicht. Ich bin jetzt also über 10 Monate hier und fühle mich so richtig angekommen, angekommen und zuhause. Und dann?
Dann sehe ich den Timer auf meinem Blog laufen, Familie und Freunde schreiben mir freudig, dass ich bald zuhause bin. Und ehrlich gesagt, ist es auch Zeit für mich in die Heimat, in mein Dorf und zu meinen Lieben zurückzukehren. Zu lange konnte ich sie alle nicht in die Arme schließen, mit ihnen über alltägliche Belanglosigkeiten sprechen oder einfach vorbei fahren wenn mir die Nase danach steht. Die Sehnsucht steigt.

So befinde ich mich also zwischen diesen beiden Gefühlen, die mich wohl bis zuletzt begleiten werden. Verrückt wie sehr sich all diese Emotionen verändern und wie sehr ein einst doch so fremdes Land zu einem Zuhause wird. Für die nächsten Wochen stehen also viele Dinge „das letzte Mal“ an. Ich werde das letzte Mal zu den Märkten am Wochenende fahren, zum letzten Mal werde ich in diese oder jene Bar gehen, zum letzten Mal werde ich nach den Ferien zurück in die Schule gehen. Mir ist außerdem klar geworden, dass ich so langsam aber sicher meine Vorräte aufbrauchen muss. In 8 Wochen isst es sich nicht so viel wie da in meinem Schrank auf mich wartet. Einfach verrückt wie sich hier alles gerade anfühlt, aber schön verrückt!

Jetzt werde ich meine Zeit also noch gut überlegt und mit voller Achtsamkeit genieße, bis es in 53 Tagen heißt: ByeBye Johannesburg und in 54 Tage Hallo Deutschland.

Habt alle einen guten Wochenstart!

Ferien und Goodbye

Halli Hallo aus Johannesburg,
nachdem es nun einige Tage Eiszeit hieß, waren die letzten Tage dann doch wieder etwas angenehmer. Zwar wird es nachts weiterhin sehr kalt, jedoch scheint in den allermeisten Fällen tagsüber die Sonne. Es ist also definitiv wieder besser auszuhalten hier 🙂

Gerade befinde ich mich zwar schon im Urlaub (ja ich habe das Glück schon wieder unterwegs zu sein), möchte jedoch noch von der letzten Schulwoche vor den Ferien berichten. Nachdem am Montag und Dienstag noch alles relativ normal ablief, waren die restlichen drei Tage eine angenehme Abwechslung. Kinder waren, wie bisher immer vor den Ferien eher weniger da. Hier ist es gang und gebe, dass die Woche vor den Ferien geschwinden gering Schüler am Unterricht teilnehmen. Am Mittwoch hieß es für die LSU Team Building. Ein weiterer positiver Nebeneffekt zu dem Therapeutenteam zu gehören also, ein Tag voller Spaß mit dem gesamten Team. Es ging gegen späten Morgen für uns los zu einem Hochseil-Klettergarten in der Nähe von Johannesburg, indem wir nach einem zusammengeschmissenen Gruppenfrühstück verschiedene Schwierigkeiten bezwingen mussten. Es war schön mit dem Team in der Natur zu sein und Spaß zu haben. Besonders nach dem Term, der für alle super stressig und schwierig war.

Am Donnerstag war für alle Schüler der letzte Schultag, der auch schon um 12 Uhr endete. Nachdem auch ich den Schülern, mit denen ich arbeite schöne Ferien gewünscht hatte, stand für alle Mitarbeiter der Foundation School ein Braai an. Jeder hatte etwas mitgebracht, sodass eine Vielfalt an Beilagen bereit stand. Bei netten Gesprächen und geselligen Runden wurde erzählt, gelacht und der Term angeschlossen. Am Freitag gab es dann einen sogenannten Wellnessday, an dem das gesamte Sparrow Team über verschiedene Geldangelegenheiten aufgeklärt wurde. Thematisiert wurde beispielsweise der richtige Umgang mit dem persönlichen Budget oder auch wie man für dem Ruhestand vorsorgen kann. Für mich persönlich war dieser Tag nicht sooo interessant, da alles sehr auf die südafrikanischen Verhältnisse angepasst war, für das Team aber informativ. Nach einem erneuten gemeinsamen Essen, Essen spielt hier in Südafrika immer eine große Rolle, verabschiedeten wir uns alle in die Ferien.

13533014_10208657066757754_2086072685502782717_nFür mich hieß es in dieser Woche außerdem Abschiednehmen. Viele meiner liebgewonnenen Freude aus aller Welt, mit denen ich meine Freizeit verbringe oder eher verbracht habe, sind in die Heimat zurück geflogen. So hieß es also ByeBye zu den allermeisten meiner Freunde hier. Ein komisches Gefühl zu wissen, dass nach meinem Urlaub kaum noch jemand meiner Wegbegleiter in Johannesburg ist. Bei verschiedenen letzten Essen, Drinks etc. genossen wir alle noch einmal das Zusammensein, in der Hoffnung sich auch in Europa wiederzusehen. Am Sonntag waren dann auch meine Koffer für den Urlaub gepackt und mein Flug ging nach East London.

Darüber aber beim nächsten Mal mehr. Allen einen schönen Sonntagabend und einen guten Start in die Woche.

Eiszeit

Hallo liebe Leser,
es ist Dienstagmittag, ich habe Pause und schreibe ein paar neue Zeilen. Während ich dieses tue, fallen mir meine Finger fast ab, es sind nämlich nur 5 Grad draußen seit zwei Tagen. Ihr denkt jetzt vielleicht wieso ich draußen sitze: Falsch! Ich sitze im Gebäude. Da diese jedoch (fast) nicht isoliert sind und Heizungen nur ein Traum, sind auch drinnen durchschnittlich nur 10 Grad. Nachts wird es dann noch kälter. Schlafen tue ich mit Bettdecke, Wolldecke, langem Schlafanzug, Wolljacke und Wollsacken (übrigens die besten der Welt, danke Oma). Wenn Lara und ich nach der Arbeit heimkommen, wird erstmal in unseren Zimmern die Heizplatte angemacht. Leider bewirkt diese jedoch erst nach mehrstündiger Laufzeit eine Temperatursteigerung von ca. 2-4 Grad. Also immer noch super kalt. Wir werden hier mehrfach täglich gefragt wieso wir so unter der Kälte leiden, in Deutschland wäre es doch schließlich kälter. Es gibt da zwei riesen große Unterschiede: 1. Die Kälte in Deutschland ist nass, hier in Johannesburg trocken, dass einem manchmal sogar das Atmen schwer fällt. 2. Ist es in Deutschland zwar draußen kälter, aber im Haus mollig warm. Zudem gibt es die richtigen Jacken und andere Kleidungsstücke, die einen gegen die Kälte schützen. Eine etwas andere Art Kulturschock (oder besser Wetterschock?) hier bei mir.

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Wird es wohl gleich schneien?

Die letzten zwei Wochen waren sehr hektisch in der Schule, wenngleich viele Strukturen endlich zu fruchten scheinen. Auf der LSU Seite haben ja alle Therapien für diesen Term gestoppt, da geht es erst nächsten Term weiter. Das heißt allerdings nicht, dass die Arbeit weniger wurde für mich. Das Highschool Testing musste ausgewertet werden, was letztlich hieß mehrere Tage hintereinander sitzen benoten, in den Computer eingeben, die passende Empfehlung schreiben und alles in die richtigen Briefe verpacken. Damit dann aber noch nicht genug, schließlich gibt es auch noch Schüler in der Highschool die an andere Schulen verwiesen werden müssen. Um alle abzudecken, hieß es für ca. 200 Schüler die benötigten Dokumente ausfüllen, alte Zeugnisse zusammen suchen etc. pp. Zusätzlich sind noch einige (Notfall-) Interventionen aufgelaufen, denen ich mich zusammen mit Kollegen widmen musste. Ein Mädchen macht mir dabei besonders Sorgen. Sie kommt aus einem Heim, wie viele Lehrer sagen DAS schlechteste Heim in Südafrika, hat nur noch eine Großmutter und eine Tante, bei denen sie hin und wieder ihre Ferien verbringen darf. Leider können/wollen diese sie nicht dauerhaft zu sich nehmen. Andere Familienmitglieder gibt es leider nicht mehr. Trotz ihrer schwierigen Situation schien das Mädchen bislang unauffällig, seit diesem Term laufen jedoch mehr und mehr Vorfälle auf. Sie stielt, sie mobbt, sie schwänzt, sie startet Kämpfe. Als ihre Konsequenz kommt sie dann einfach nicht zur Schule für ein paar Tage, das Heim kümmert sich nicht darum. Suspendierungen für mehrere Tage bleiben wirkungslos. In Sitzungen mir ihr entzieht sie sich komplett, ihre ganze Ausstrahlung will mich auf Distanz halten, die will keine Hilfe annehmen. Was also tun? Meine Hände sind an dieser Stelle als Freiwillige leider gebunden, das LSU Team arbeitet mittlerweile zusammen an ihrem Fall. Mir bleibt also gerade nichts weiter übrig, als sie in meinen Sitzungen mit ihr so gut wie es geht zu unterstützen. Wie ich mich dabei fühle? Etwas hilflos! Als Freiwillige bin ich nicht offiziell als Sozialarbeiterin registriert, weiß nicht was wie wo außerhalb der Schule für Möglichkeiten gegeben sind. Vielleicht ist meine Anforderung an diesen Fall zu hoch, vielleicht ist dieses eine Sache, die ich aufgrund der kulturellen Gegebenheiten einfach hinnehmen muss? Ich weiß es nicht, ich hoffe für das Mädchen das Beste und unterstütze in diesem Fall so gut wie es mir möglich ist. „Eiszeit“ also auch gefühlt in Bezug auf dieses Mädchen.

Einmal mehr zeigt mir die Geschichte dieses Mädchens, wie gut es mir geht. Ich hatte/habe das Glück in einem behüteten Zuhause aufgewachsen zu sein. Ich hatte/habe das Glück immer die richtige Unterstützung zu erfahren. Diese Erfahrung zeigt mir einmal mehr, dass ich einfach nur dankbar sein muss!

Vielleicht regt diese „kleine“ Geschichte den ein oder anderen zum Nachdenken an! Damit verabschiede ich mich für heute und wünsche euch einen schönen Tag.

Der pulsierendeVulkan

Ich grüße euch aus dem immer kälter werdenden Johannesburg und werde etwas über die Schule berichten,heute mal etwas kritischer geschrieben. Meine Beschreibungen sind da rein subjektiv und können nicht als die allgemeine Meinung angesehen werden.

Die Schule scheint zurzeit stetig im Wandel und ist manchmal mit einem pulsierenden Vulkan zu vergleichen. An einem Tag scheint alles etwas zur Ruhe zu kommen und die neuen Strukturen scheinen sich zu setzen. Doch der Schein trügt: Am nächsten Tag ist wieder alles durcheinander, manchmal wirkt es fast, dass keiner der Lehrer der Neustrukturierung positive gegenüber steht. Wenn montags noch die neuen Prozesse verfolgt werden, kann dienstags schon wieder alles aus dem Ruder laufen. Leider gehen viele Lehrer noch zu oft den Weg die Probleme nicht anzupacken, als den Weg in die Konfrontation zu suchen. Viele Probleme, die eigentlich klein sind und schnell durch eine für erwachsene angemessene Kommunikation bereinigt werden könnten, eskalieren somit und werden zu großen Baustellen. Die Einsicht kommt meistens schnell, jedoch ist es dann meistens zu spät.

Und was mache ich in dem ganzen Wirrwarr? Mein Bestes geben, um mein Team (die LSU) zu entlasten und meinen Kollegen unter die Arme zu greifen wo immer es mir möglich ist. Da der Term dem Ende entgegen geht, sind am Mittwoch letzter Woche alle Therapien bis zu den Ferien zum Ende gekommen und ich widme mich anderen Tätigkeiten. Letzte Woche haben wir neben diversen Meetings die älteren Schüler auf ihre Highschool-Fähigkeit getestet. Da Sparrow Foundation School ausschließlich für Kinder mit Einschränkungen ist, wird seitens der Bildungspsychologin der Schule und dem Bildungssektor der Regierung ein Test vorgeschrieben, der abfragt auf welche Schule die Schüler nach Klasse 7 gehen sollten. Manche Kid´s können auf eine „normale“ Schule gehen, manche werden an eine Schule aus gleichem Spezialgebiet wie Sparrow (natürlich auch die eigene Highschool) gehen, manche jedoch auch für ein noch niederschwelliger angesetztes Skills-Programm empfohlen. Wie ihr seht hat dieser Test eine recht hohe Wichtigkeit und muss somit unter den 100% vorgesehenen Bedingungen ausgeführt werden. So hat also letzte Woche unser ganzes LSU Team diesen Test betreut und ausgewertet. So witzig wie manche Antworten in den Tests auch waren, so traurig ist es wie wenig manche Schüler in ihrer Schullaufbahn lernen konnten. Bei diesem Test wurde mich noch einmal mehr bewusst, wie glücklich ich mich schätzen kann eine gute Bildung erhalten zu haben. Selbst Kinder mit Einschränkungen haben in Deutschland eine bessere und adäquatere Bildung, die ihre Chancen auf eine gute Zukunft erhöhen.

Neben diesem Test habe ich mich der Entwicklung des neuen Aftercare Programms gewidmet. Es hat Spaß gemacht mich mit dem Thema auseinander zu setzen und etwas in der Schule „zu hinterlassen“ wenn ich gehe. Die neue Policy ist nun in ihrer ersten Fassung fertig und muss nur noch von der Chefebene abgesegnet werden. Dann geht es für mich an die Umsetzung. Meine Aufgaben werden sein: Training der zuständigen Lehrer, Einführung in den Aftercare Alltag, Anpassungen im Programm falls notwendig etc. Es wird noch einmal spannend werden wie das zwar praxisorientierte, bislang jedoch theoretische Programm in der Praxis aussieht. Es wird also spätestens nach den Ferien in die Endfassung gehen und fest in den Schulalltag eingebunden. Es bleibt also abzuwarten wie alles klappt.

Ich melde mich bald wieder und wünsche euch bis dahin alles Gute!

Osterurlaub Teil 2

Hallo ihr Lieben,
nach einigen Tagen melde ich mich dann auch mal wieder 🙂
Mittlerweile ist es schon wieder fast Ende des Terms, Ende meines letzten vollständigen Terms an der Sparrow Foundation School. Es ist einfach irre wie die Zeit rennt. Neben der Arbeit, die immer stressiger und einnehmender wird, habe ich angefangen mich für einen zukünftigen Job zu bewerben. Viel los also bei mir 😉 Jetzt aber weiter zu meinem Familienbesuch.

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Nach dem schönen Braaiabend in Wilderness hieß es dann am Ostersonntag nach einem super gemütlichen Osterfrühstück und ruhigen Vormittag auf zum Big Tree. Wir bestaunten diesen und machten eine kleine, 5 KM Wanderung durch den doch recht matschigen Wald. Da diese eigentlich nicht geplant war hatten wir, die Damen, leider kein passendes Schuhwerk an und kamen letztlich mit total schlammigen Füßen am Auto an. Naja eine Schönheitsbehandlung konnten wir uns also schon mal sparen 😀 Auf dem Rückweg machten wir im Country Café halt und genossen den besten Käsekuchen den ich jemals gegessen habe. Papa war natürlich in seinem Element. Am Abend machten wir uns alle schick und gingen zum Osteressen aus. Ein rundum gelungener Tag also. Am nächsten Morgen ging es weiter nach Knysna. Leider war der Tobi krank, sodass wir ihn erst im B&B absetzten und noch einmal zurück nach WIlderness zu fahren, um zu den Wasserfällen zu wandern. Nach der doch anstrengenden Wanderung, die aber erneut super schön war, ließen wir den Abend bei einem leckeren Essen ausklingen. Am nächsten Morgen hieß es weiter nach Plettenberg Bay und anschließend weiter zu den Crags. In Plettenberg Bay entschieden wir uns aufgrund des herrlichen Wetters eine Delfin Bootstour zu machen. Die ganze Küste sollte nach Angaben der Anbieter voll sein, sodass man zahlreiche Delfine sehen könnte. Und wie sich herausstellte sollte er Recht behalten. Unzählige Delfine in den verschiedenen Größen sprangen neben dem Boot her oder schwammen unterm Boot durch. Einfach ein unbeschreibliches Erlebnis!!! Noch nie hatte ich Delfine, so wunderschöne Tiere, in der freien Wildbahn gesehen. Als krönender Abschluss zeigte unser Guide uns noch Bänke voller Robben. Ich kann überhaupt nicht sagen wie viele es gewesen sein sollen, bestimmt über 500. Der Tag war einfach unglaublich schön, ein pures Gefühl von Freiheit! Ich bin so dankbar dieser Erfahrung reicher zu sein.

Nach kurzem Shopping und schlechtem Snack, ging es ins Wild Spirit, dass mir bei meinem letzten Urlaub so gut gefallen hatte. Das Zimmer war nicht wie gebucht und drei Personen unserer Reisegruppe fühlten sich alles andere als wohl. Letztlich verbrachten wir dennoch einen sehr schönen Abend und lernten nette Leute kennen. Da die Nacht sternenklar war entschieden Lea und ich kurzerhand unsere Matratze auf den kleinen Balkon zu tragen und uns unter den Sternenhimmel zu legen. Nicht viel später gesellten Birk und Tobi sich zu uns, wohingegen Mama und Papa schliefen, naja sie versuchten es zumindest. Den Schalk im Nacken beließen wir alle es nicht dabei und so startete ein unermüdlicher Kampf um die 10 Decken und Kissen. So nahm der Abend einen Lauf mit dem niemand gerechnet hatte. So manch einer fiel mehr als einmal aus dem Bett, andere wiederum hatten es sich mit den siegreich erkämpften Decken unterm Sternenhimmel gemütlich gemacht. Man hatten wir Spaß! Am nächsten Morgen dann der Schock: es gab weder Wasser noch Strom, die Toilette war irgendwie ausgelaufen und zusammen mit den eh schon kritischen Stimmen entschieden wir uns für die nächste Nacht eine andere Unterkunft zu suchen.

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Hier ging es runter!

Nach einem leckeren Frühstück in dem kleinen Landcafé nah bei, ging es zur welthöchsten Bungeejumpbrücke. Dieses Mal hieß es für jedoch nicht zuschauen, sondern selbst springen. Zusammen mit Tobi hieß es kurze Zeit später ab auf die Brücke. Meine Güte war ich vielleicht aufgeregt. Zu allem Überfluss mussten wir beide fast als Letzten aus der 25 Leuten großen Gruppe springen. Die Nervosität wurde immer größer bis es für mich endlich soweit war. Ich sage euch dieser Adrenalinrausch ist unbeschreiblich! Es war einfach nur genial und ich würde es jeder Zeit wieder machen. Total stolz den Sprung gewagt zu haben machten wir am Nachmittag im Tsitsikamma Halt und fuhren weiter nach Jeffreys Bay. Dort verbrachten wir in einer sehr schönen Unterkunft den Abend. Am nächsten Morgen stand dann die Fahrt nach P.E. auf dem Plan. Da was Wetter für den nächsten Tag schlecht angesagt war entschlossen wir uns direkt in den Addo Elefant Park zu fahren. Bei einer geführten Safari und unserem späteren privaten Streifzug sahen wir so allerlei Tiere, die teilweise zum Greifen nah waren.

Das gebuchte Haus in P.E. stellte sich als wahrer Glücksgriff heraus, auch wenn es anfangs etwas befremdlich war in dem Haus einer fremden Familie zu wohnen. Den nächsten Tag verbrachten wir nach einer Shoppingtour mit dem Besuch in einem weiteren Game Reserve. Es hat sich noch einmal gelohnt. So sahen wir zusätzlich zu den bereits am Vortag gesehenen Tieren ein Nashornbaby, Gnus, Geparden, Zebrababys und viele Giraffen. Unseren letzten gemeinsamen Abend ließen wir mit einem Braai ausklingen, bevor es am nächsten Morgen Hallo Joburg hieß. Leider mussten wir uns von Birk und Lea verabschieden. Wie schnell die drei Wochen zusammen vergingen ist unglaublich. Mit Tränen in den Augen hieß es für mich erneut Abschied nehmen. Die beiden würde ich also erst in 6 Monaten wieder sehen. Es war super schön, dass ihr hier wart!

Für Mama, Papa, Tobi und mich hieß es dann auf in die Unterkunft der drei. Jetzt konnte ich auch ihnen meine Welt hier zeigen und sie an meinem Alltag teilhaben lassen. Die Unterkunft war wieder ein Volltreffer. Super schönes Cottage und eine liebe Gastgeberin. Am Sonntag hieß es dann direkt auf nach Soweto, wo uns Lisa (Copessa) und Curtis (ein südafrikanischer Freund) eine Tour durch die verschiedenen Teile Sowetos gaben. Natürlich durfte das obligatorische Pap, Chakalaka und Boerwurst Essen nicht fehlen. Nach weiteren touristischen Highlights hieß es am Dienstag dann erneut zum Flughafen und Tobias verabschieden. Wie ich Abschiede doch hasse!

Mama, Papa und ich verbrachten dann noch ein paar weitere schöne Tage mit den einen oder anderen Aktionen, bevor es am Samstagabend ein letztes Mal Abschied nehmen hieß. Dieser Abschied war wohl nochmal der Schwerste! Viele Tränen bei uns allen später saß ich dann alleine in meinem Auto und fuhr zurück in meine Wohnung. Das der erneute Abschied von all meinen Lieben schwer sein würde war klar. Dass er jedoch so schwer sein würde dachte ich nicht. Es lagen zu diesem Zeitpunkt noch weitere 5 Monate vor mir in denen ich keinen meiner Lieben sehen würde. Trotz der ganzen Abschiede und Tränen, war die Zeit super schön und ich bin froh, dass ihr hier wart. Ich habe euch lieb!

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Letztlich ist es aber wohl so: Eine Familie, in der Liebe und Vertrauen ohne danach zu fragen gegeben wird, eine Familie, auf die man immer bauen kann, eine Familie, die um die ganze Welt fliegt um ein anderes Mitglied zu besuchen, weiß man wohl erst dann richtig zu schätzen, wenn man ohne sie auskommen muss! Ich wusste immer, das ich eine solche tolle und große Familie habe, aber so richtig, ganz tief im Herzen, zu schätzen gelernt habe ich es hier in Südafrika. Eines der vielen Dinge ich hier lernen und erfahren durfte!
Damit bis zum nächsten Eintrag!